Die meisten Betriebe verlieren bei der Übergabe nicht wegen schlechter Zahlen an Wert, sondern weil zu viel am Inhaber hängt. Das lässt sich ändern — aber nicht im letzten Jahr.
Der häufigste Einwand lautet: Warum soll ich jetzt noch etwas investieren, wenn ich ohnehin bald aufhöre? Die Antwort steht im Kaufpreis, nicht im laufenden Gewinn.
Ein Käufer bezahlt nicht das Ergebnis eines Jahres, sondern das Risiko, das er mitkauft. Hängen Kundenbeziehungen, Kalkulation und Abläufe am Inhaber, sinkt der Faktor, mit dem gerechnet wird. Ein Betrieb, der ohne den Chef läuft, wird schlicht anders bewertet als einer, bei dem der Chef die Firma ist.
Deshalb ist Übergabefit keine Ausgabe kurz vor dem Ausstieg, sondern die letzte Investition mit dem besten Verhältnis. Vorausgesetzt, es bleibt genug Zeit: Drei bis sieben Jahre sind realistisch, weil sich Abhängigkeiten nicht in einem Quartal auflösen.
Sechs Fragen, eine erste Einordnung. Keine Bewertung und kein Gutachten — sondern der Hinweis, wo die größten Hebel liegen. Ihre Angaben bleiben auf Ihrem Bildschirm.
Eine grobe Selbsteinschätzung, keine Unternehmensbewertung und kein Gutachten. Was Ihr Betrieb tatsächlich wert ist, lässt sich nur mit Ihren Zahlen und Ihrem Markt beurteilen.
Ergebnis besprechenIn Blöcken über mehrere Jahre statt in einem Projekt. Das entspricht der Sache — und passt zu den Förderschienen, die jeweils abgeschlossene Beratungsblöcke fördern.
Wo steht der Betrieb heute: Inhaberabhängigkeit, Kundenkonzentration, Dokumentation, Ertragsqualität. Auf Basis Ihrer echten Zahlen, nicht eines Fragebogens.
Welche Punkte in welcher Reihenfolge, mit Aufwand und Wirkung je Maßnahme. Sie entscheiden, was davon Sie angehen.
Abläufe aus dem Kopf des Chefs herausholen, festhalten, wo möglich automatisieren. Verantwortung verteilen, ohne Kontrolle zu verlieren.
Jährliche Standortbestimmung, damit sichtbar bleibt, ob sich die Sache in die richtige Richtung bewegt.
Nicht jeder Betrieb findet einen Nachfolger. Das ist keine Schande und kein Scheitern — es ist bei einem erheblichen Teil der anstehenden Übergaben schlicht die Realität. Was einen Unterschied macht, ist nicht, ob es dazu kommt, sondern ob es geordnet passiert oder überstürzt.
Eine geplante Schließung über zwei Jahre bringt für Sie regelmäßig deutlich mehr als eine kurzfristige: Anlagevermögen wird verwertet statt verramscht, Verträge laufen aus statt gekündigt zu werden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden etwas Neues, und die steuerliche Seite lässt sich vorbereiten statt hinterher zu reparieren.
Wenn es finanziell schon eng ist, gilt dasselbe: Je früher man hinschaut, desto mehr Wege stehen noch offen. Beratung zu Unternehmensschließung und Sanierung gehört ausdrücklich zu unserem Berechtigungsumfang.
Zeitplan, Verwertung, Verträge, Personal — in einer Reihenfolge, die Werte erhält statt sie zu vernichten.
Wenn der Betrieb im Kern gesund ist und nur die Struktur nicht mehr passt, ist Zusperren die teuerste aller Lösungen.
Solche Gespräche führen wir vertraulich. Nichts verlässt den Raum, und nichts geschieht ohne Ihre Entscheidung.
Wir arbeiten an dem, was den Betrieb übergabefähig macht: Abläufe, Strukturen, Abhängigkeiten, Aussagekraft der Zahlen. Die Beratung bei der Betriebsübergabe zählt ausdrücklich zum Berechtigungsumfang der Unternehmensberatung.
Vertragsgestaltung, Rechtsformwahl und die steuerliche Abwicklung des Verkaufs gehören in die Hände Ihrer Steuerberatung und Ihrer Rechtsvertretung. Wir arbeiten gerne mit beiden zusammen, treten aber nicht an ihre Stelle.
Beratungsleistungen zur betrieblichen Weiterentwicklung sind je nach Programm und Budget förderbar — besonders dort, wo es um Abläufe, Organisation und Digitalisierung geht. Den Antrag übernehmen wir.
Erzählen Sie uns kurz von Ihrem Anliegen und wählen Sie einen Wunschtermin. Wir melden uns zur Bestätigung.